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Mete Han – Einflussreicher Herrscher der asiatischen Steppen

Mete Han, der historisch als einer der einflussreichsten Herrscher Asiens gilt, gründete und erweiterte eines der größten Reiche der antiken Welt. Sein Einfluss erstreckte sich von den Küsten des Großen Ozeans bis zum Kaspischen Meer und von Kaschmir bis nach Nordsibirien. Der von osmanischen Historikern auch Oğuz Kağan genannte Herrscher wurde 234 v. Chr. geboren. Über seinen Geburtsort herrscht Unklarheit, bekannt ist jedoch, dass er 209 v. Chr. den Thron bestieg und bis zu seinem Tod 174 v. Chr. regierte.

Die Thronbesteigung

Mete Han, der Sohn Teomans, des Gründers des asiatischen Hunnenreiches, sollte ursprünglich nicht König werden. Sein Vater wurde von seiner neuen chinesischen Frau beeinflusst, stattdessen den eigenen Sohn zu ernennen. Die Adligen des Reiches und auch Teoman selbst lehnten dies ab, da nach der Tradition ein echter Türke, geboren von einer türkischen Mutter, regieren sollte. Teoman ließ sich jedoch überzeugen und ernannte den Sohn seiner Frau zum Thronfolger. Mete wurde daraufhin von den Yuezhi gefangen genommen, konnte jedoch fliehen und seine Macht mit Hilfe eines 10.000 Mann starken Heeres festigen, das ihm sein Vater nach der erfolgreichen Flucht übergab. Mit dieser Armee tötete Mete seinen Stiefbruder, seine Mutter und schließlich auch seinen Vater und bestieg 209 v. Chr. den Thron.

Militärische Neuerungen und Strategien

Mete Han gilt als Erfinder des „çavuş oku“ (Pfeifton), eines Pfeils, der im Flug ein zischendes Geräusch erzeugte. Dieser wurde strategisch eingesetzt, um Befehle auf dem Schlachtfeld zu übermitteln. Einmal richtete er einen solchen Pfeil sogar auf sein eigenes Lieblingspferd, um die Loyalität seiner Soldaten zu testen; wer zögerte, wurde getötet. Diese Episode verdeutlicht die strenge Disziplin und die unangefochtene Autorität, die Mete unter seinen Truppen etablierte.

Expansion und Kämpfe gegen Nachbarstämme

Mete Han vergrößerte das Hunnenreich erheblich, indem er erfolgreich gegen die Donghu und Tunguz kämpfte und später auch die Yüeçiler unterwarf. Er eroberte das Ordos-Plateau und fügte seinem Reich wichtige Handelswege und strategisch wichtige Gebiete hinzu. Seine Siege über die Donghu führten zu jährlichen Tributzahlungen in Form von Rindern, Pferden und Kamelen.

Vermächtnis und Einfluss

Mete Han starb 174 v. Chr. und hinterließ ein Reich, das sich über rund 18 Millionen Quadratkilometer erstreckte. Seine militärischen und administrativen Strukturen beeinflussten später viele Völker und Staaten Zentralasiens. Mete legte nicht nur den Grundstein für das Hunnenreich, sondern auch für die späteren türkischen Militärorganisationen. In Anerkennung seiner Bedeutung wurde das Gründungsdatum der türkischen Streitkräfte später auf das Jahr seiner Thronbesteigung 209 v. Chr. festgelegt.

Die Herrschaft von Mete Han zeigte, dass eine gut organisierte militärische Macht und strategisches Denken entscheidend für die Errichtung und Erhaltung eines großen Reiches sind. Sein Einfluss reicht bis heute, und sein Name ist in den Legenden und Geschichten vieler Kulturen lebendig geblieben.

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